Diese Ausgabe im Browser öffnen

 
 
 
FAST FASHION.
DIE SCHATTENSEITEN DER MODE
 
 
Noch bis 24. Februar 2019
RAUTENSTRAUCH-JOEST-MUSEUM – KULTUREN DER WELT
Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln
www.fastfashion-rjm-koeln.de
 
 
 
 
 
 
Wie kann es sein, dass ein T-Shirt heute weniger kostet als ein großer Kaffee, ein Kleid so viel wie ein Eisbecher, eine Hose so viel wie ein Kinoticket? Und was erzählt der Preis über das Leben der Menschen, die diese Kleidung herstellen? Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie und will dazu anregen, sich engagiert mit dem Thema Mode-Konsum und seinen sozialen und ökologischen Folgen zu beschäftigen.
 
 
 
 
 
Wie der Name sagt, ist Fast Fashion eine geradezu rasend schnelle Mode: Vom Entwurf bis zur Auslieferung des Produkts müssen heute nicht einmal mehr zwei Wochen vergehen. Und so schnell Entwurf, Produktion und Handel, so rasch Gebrauch und Verschleiß - Billigmode heizt den Textilkonsum an und hat einen neuen Typus des schnellen Modekonsumenten hervorgebracht. Als Gegenmodell zur Fast Fashion gewinnt die Slow-Fashion-Bewegung zunehmend an Bedeutung. Produzenten und Konsumenten bemühen sich hier um mehr Verantwortung und Respekt gegenüber Menschen, Rohstoffen und Umwelt.
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Ausstellung bringt Fast Fashion und Slow Fashion zusammen. Der vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zusammengestellte erste Teil des Ausstellungsparcours gliedert den Themenkomplex Fast Fashion in mehrere Stationen:

Fashion & Victims stellt die Welten der Textilarbeiter in den Billiglohnländer und die Welt der Schnäppchenjäger unserer Überflussgesellschaft vor.

Global & Lokal zeigt die Herstellungsschritte für ein Produkt und die Kette der Länder, die daran beteiligt sind.

Mangel & Überfluss folgt der Spur unserer abgelegten Mode auf die Altkleidermärkte Haitis und Afrikas.

Lohn & Gewinn beleuchtet die Diskrepanz von Mindestlohn und Existenzlohn und die prekäre Situation der Textilarbeiter beispielsweise in der Türkei, in Bulgarien und Marokko.

Chemikalien & ökologischer Fußabdruck informiert darüber, was wir auf der Haut tragen: Kleidung, die unter Einsatz von bis zu 7000 Chemikalien und lebensgefährlichen Pestiziden hergestellt wird.

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode stellt neben Beispielen aus unterschiedlichen Modesegmenten neun zeitgenössische künstlerische Positionen unterschiedlicher Genres vor, die sich kritisch mit Fast Fashion und ihren Folgen auseinander setzen. Auf diese Weise ergänzen sich wissenschaftliche Recherchen, dokumentarisches Material und künstlerische Reflexion. Es werden Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Film- und Videokunst gezeigt.
 
 
 
 
 
Der zweite Teil der Ausstellung zum Themenkomplex Slow Fashion ist aus den Sammlungsobjekten des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museums – Kulturen der Welt zusammengestellt: Es geht um Mode, die Tradition und Gegenwart textilen Gestaltens ausgewählter Herkunftsregionen repräsentiert, zugleich um alternative Materialien und umweltschonende Herstellungsprozesse.
 
 
 
 
 
Diese Mode erfreut sich einer wachsenden kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beachtung: Kantha-Stickereien aus Nordindien und Bangladesch; Alpaka-Designs aus Chile; der "langsamste Stoff der Welt" - IKAT aus Ost-Indonesien; Bilum-Kleidung aus Papua Neuguinea; Lotos-Seide aus Myanmar; Brokat-Webereien aus Thailand; Batik-Arbeiten aus Indonesien; Rindenbast-Textilien aus Uganda, Faso Dan Fani aus Burkina Faso.
 
 
 
 
 
 
 
 
FAST FASHION.
DIE SCHATTENSEITEN DER MODE
 
 
12. Oktober 2018 bis 24. Februar 2019
(Di.-So. 10-18 Uhr, Do. 10-20 Uhr)
RAUTENSTRAUCH-JOEST-MUSEUM – KULTUREN DER WELT
Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln
Eintritt: EURO 10 / 8

Mehr zur Ausstellung und zum vielseitigen Veranstaltungsprogramm erfahren Sie auf www.fastfashion-rjm-koeln.de